Fachbereiche

TapS- Pädagogik, Didaktik, Methodik

Dieses Themenfeld nimmt in unserer Ausbildung den größten Teil ein.

Hier nehmen wir uns Zeit, um  Bewegungsmaterial  in Hinblick auf Alter und  verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu betrachten. Dabei hilft uns Wissen aus der Psychomotorik, die uns Aufschluss über menschliche Entwicklungsphasen gibt.

Wir formulieren Lernziele und diskutieren den Aufbau von einzelnen Unterrichststunden und aufeinander aufbauenden Unterrichtsreihen sowie umgekehrt einzelnen Übungen und landen somit direkt in der Methodik. Was macht eine Übung zu einer guten Übung? Wie kann ich Schüler in Ihrem Lernen gut begleiten? Was ist inspirierender Unterricht?

Ein Experimentier- und Erfahrungsfeld wird hierbei auch das Praktikum, welches den so wichtigen Wechsel von der Theorie in die Praxis bietet.

Psychomotorik

Die Psychomotorik beschäftigt sich mit körperlichen und geistigen Entwicklungsprozessen. Das Wissen darum, in welchem Alter Menschen gewisse Fertigkeiten und Denkstrukturen entwickeln, wie Lernen funktioniert, bildet die Grundlage für viele Entscheidungen, die man als Lehrer hinsichtlich Didaktik und Methodik trifft.

Dabei legen wir einen Schwerpunkt auf frühkindliche und kindliche Entwicklung, betrachten die Pubertät und schauen dann auch auf Psychomotorik im Alter.

Psychologie

Bindungsverhalten und Gruppendynamik

Welche Phasen durchlaufen Gruppen? Praktisch und theoretisch wird das Wahrnehmen von Gruppendynamiken und das sich darauf beziehen vermittelt.Nonverbalen und verbalen Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung zu Gruppen und zu einzelnen Teilnehmern werden aufgezeigt.

Danamos

Danamos – DanceArt-MasterSystem ( entwickelt von Prof. Martin Puttke ), ist ein innovatives Konzept, welches die menschlichen Bewegungen als Grundlage für jeden künstlerischen Tanzstil neu definiert und vereinfacht. Künstlerisch-pädagogische, ästhetische, tanztechnische oder medizinische Konzepte oder Regeln erfahren durch eine ungewöhnliche Sichtweise Klarheit und ermutigen zur kritischen Analyse tradierter Lehrpraktiken. Es ermöglicht in der Ausbildung wie in der Probenarbeit eine effiziente und gesundheitlich ausgewogene praktische Arbeit mit jedem Tanzenden, unabhängig vom Alter oder bevorzugter künstlerischer Provenienz. Das Konzept besticht durch seine Einfachheit und eine neuartige Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen der Biomechanik, Neurokognition und mathematischen Physik mit der Tanzkunst und Tanzdidaktik, bzw. mit wesentlichen Erkenntnissen aus der Tanzpädagogik, z.B. von A.Vaganova (Vaganova-System) oder R.v.Laban (Kinetographie).

Musik

Wir frischen euer Wissen in Musiktheorie auf und stürzen uns dann im Schwerpunkt auf Rhythmik in Theorie und Praxis. Wie kann ich mit meiner Stimme Bewegung begleiten, welche Musik passt zu welcher Übung? Mit unserer Pianistin werden wir üben, wie man mit einem Korrepetitor arbeiten kann und damit ihr lange bei Stimme bleibt, gibt es noch ein Coaching in Stimmbildung.

Tanzmedizin und Körperarbeit

Grundlagen in Anatomie und ein gutes Wissen über trainingswissenschaftliche Aspekte sind wichtig für Tanzpädagogen, denn die körperliche Unversehrtheit und gesundes Training unserer Schüler liegen in unseren Händen. Neben einer Auffrischung der wichtigen Basics und tanzspezifischer Themen und geht es auch darum, mit Blick auf Körperarbeitsformen wie Yoga und Pilates Anatomie in Bewegung zu erspüren und ihre auch zum Teil zum Tanz differierenden Inhalte zu diskutieren, sowie ob und wie man sie in den Tanzunterricht integrieren kann.

Bewegungslehre nach Laban-Bartenieff / Kreativer Kindertanz

1. Frühkindliche Entwicklung und Kreativer Kindertanz
Wir geben eine Einführung in die entwicklungsmotorischen Muster nach Irmgard Bartenieff und deren Bedeutung für Tanztechnik und Schrittmaterial, sowie im zeitgenössischen als auch klassischen Tanz.
Nach einem Überblick über Labans Tanzthemen widmen wir uns Labans Kategorie „Antrieb“ (Energie). Anhand der Tanzthemen Zeit, Fluss, Gewicht und Raum, sowie den sogenannten Aktionstrieben wird erarbeitet, wie diese genutzt werden können, um das Methodenrepertoire zu erweitern.
Die kennengelerntem Muster und Kategorien laden uns ein, Bewegung neu zu betrachten und zu analysieren. Abschließend wird gemeinsam eingeordnet, wie diese im tanzpädagogischen Kontext sowohl für Kinder, Jugendliche und Erwachsene genutzt werden können.

2. Kreative Gestaltungsprozesse
Im zweiten Seminar geht es darum zu lernen, wie man als Lehrer seine Schüler gut in Improvisation anleitet und diese vorbereitet. Wie kann neues Bewegungsmaterial von den Schülern generiert werden, wie kann man sie auch in komplexere Gestaltungsprozesse einbeziehen?
Wir starten mit einen Überblick über Tanzthemen aus Laban-Bartenieff Bewegungsstudien. Somatische Prozesse und Tanzimprovisation im performativ – choreografischen Kontext werden unter den Gesichtspunkten der Themen Bartenieffs „Innen – Außen“ und „Ausdruck – Funktionalität“ näher beleuchtet. In der Folge werden Tanzthemen, die gezielt für körperlich - tänzerisches Handwerk hilfreich sind sowie die Vernetzung verschiedener Tanzthemen unter die Lupe genommen.

Jazz und Jazzdidiaktik

Während in vielen Tanzausbildungen der Jazz etwas vom zeitgenössischen Tanz verdrängt wurde, ist er nach wie vor in Ballettschulen sehr gefragt und ein schöner Stil, um vielseitig mit seinen Schülern zu arbeiten. Vielen Tänzern fällt es leicht, vom zeitgenössischen Tanz in den Jazz zu wechseln, da sich Jazz und Contemporary viel ähnliches Bewegungsmaterial teilen.

Er hat aber auch seine eigene Sprache und stilistischen Merkmale, die wir mit 3 Gastdozenten betrachten möchten.  Sie geben euch Einblick in die Vielfalt dieses Stils und dabei auch einen Überblick über seine Historie.

Innerhalb der Jazzseminare gibt es über die Fachdidkatik auch neuen Input, der natürlich stilübergreifend reflektiert und angewandt werden soll.

Ökonomisches Grundwissen: „Büro & Co“

Als Tanzpädagoge arbeitet man in der Regel als Freelancer, nur selten in Festanstellung. Daher möchten wir in einem Crashkurs die wichtigsten Infos für einen guten Start ins Berufsleben in Selbständigkeit vermitteln. Was muss man beim Erstellen von Rechnungen beachten, was bei der Steuererklärung? Weiter gibt es Infos zur KSK, Gema und den wichtigsten Versicherungen, die man abschließen sollte.